
Intergeneratives Projekt mit besonderem Event
11/12/2025
Erfolgreich über Jahre
03/02/2026Brettspiel und Co.: Beliebte Beschäftigung in unseren Häusern
Memory, Rummikub oder Mensch-ärgere-dich-nicht – in den Mediana Häusern sind Gesellschaftsspiele bei vielen Bewohnerinnen und Bewohner äußerst beliebt. Dabei geht es gar nicht so sehr ums Gewinnen.
Der Würfel ist gefallen. Endlich eine 6, endlich kann die Spielfigur auf dem Mensch-ärgere-Dich-nicht-Brett ihren Weg ins eigene „Häuschen“ aufnehmen. Im Saal des Mediana St. Ulrich herrscht spielerische Betriebsamkeit: „Eigentlich beginnt unser Spielevormittag um 10.30 Uhr, aber um 10 Uhr suchen sich die ersten Seniorinnen und Senioren schon voller Vorfreude ihren Platz“, erzählt Katja Ketzler-Kreiss, Leiterin der sozialen Betreuung, mit einem Schmunzeln.
Ihr Team legt Rummikub, Memory, Puzzle, Halma und die äußerst beliebten Mensch-ärger-Dich-nicht-Bretter im seniorenfreundlichen Großformat bereit und vieles, was folgt, ist ein Selbstläufer. Es gibt Grüppchen, die sich immer wieder zusammenfinden. Andere wechseln je nach Tageslaune den Tisch. Braucht jemand Unterstützung, geht eine der Betreuungskräfte zur Hand. „Viele der Seniorinnen und Senioren sagen, sie tun mit dem Spielen etwas für den Kopf“, gibt Katja Ketzler-Kreiss einen Einblick.
SPIELSPASS
„Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!“, wusste bereits der US-amerikanische Arzt Oliver Wendell Holmes Sr. (1809 – 1894). Denn Spiele gibt es in vielerlei unterschiedlicher Ausprägung und sie fördern gleich mehrere Fähigkeiten. Sie bringen – nicht nur beim klassischen Memory – das Gedächtnis auf Trab, und sei es bei der Erinnerung an Regeln.
Je nach Ziel erfordern sie vorausschauende Spielzüge, einen strategischen Plan, um den Sieg einheimsen zu können. Oder sie fördern besonders das feinmotorische Geschick, um etwa beim Mikado treffsicher das Hölzchen ohne größere Erschütterungen aus dem großen Stapel zu ziehen.
VIELFALT
Weil es so vielfältige Möglichkeiten gibt, sind Menschen auf unterschiedliche Art vom Spielen begeistert – so auch in den anderen Mediana Häusern: „In unserem Haus gibt es zum Beispiel eine Spielgemeinschaft, die sich regelmäßig für Canasta oder Rummikub trifft“, erzählt Marcus Schrödter, Leiter der Sozialen Betreuung im Wohnstift. Fest im Terminkalender verankerte Angebote gibt es nicht. „Viele haben eigene Spiele oder sie gehen zum öffentlich zugänglichen Spieleschrank oder sie sprechen uns einfach an – das klappt gut.“
DIGITALE SPIELE
Im Pflegestift gibt es wie im St. Ulrich einen festen wöchentlichen Termin: Samstagvormittag. Hier geht die Initiative von Bewohnerin Christin Kömpel aus. Auf dem Marktplatz findet sich eine Gruppe zusammen und frönt der Lust an geselligen Brettspielen. „Wer mitmachen will, kommt einfach dazu – das ist ganz locker“, berichtet Carmen Müglich, Fachkraft der sozialen Betreuung.
In der Hünfelder Seniorenresidenz sorgten nicht nur die klassischen Spiele für Begeisterung, berichtet Einrichtungsleiterin Ilona Schulz. Hier gibt es schon lange eine Wii, eine digitale Spielekonsole, die sportliche Elemente ins gemeinsame Spiel einbindet.
Allen Spielen gemeinsam ist der vielleicht wichtigste Aspekt: das gesellige Miteinander. „Menschen kommen ins Gespräch, die sonst vielleicht gar nicht in einen Austausch kämen und finden oft Themen, die vielleicht gar nichts mit dem Spiel zu tun haben.“
Der Wettbewerb um den Sieg gerät dabei in den Hintergrund und letztlich sind dann doch alle Gewinner.
