
Karikaturist Alfred Kafka im Porträt
11. Dezember 2025„Pfui!“, „Igitt!“ und „Bäh!“: Mit aller Energie machen besonders die jungen Zuschauer:innen im Restaurant des Wohnstifts deutlich, was sie vom Duft halten, den Räuber Franz verströmt. Der hat schließlich schon ein Jahr lang nicht gebadet und sein Geruch eilt ihm selbst meilenweit voraus.
Der Auftritt des Marionettentheaters Kistenhausen mit „Badetag für Räuber Franz“ war ein besonderes Event für ein besonderes Projekt.
Seit rund drei Jahren sind das Wohnstift und die Reception Class der Grundschule des Bildungsunternehmens Jordan im engen Austausch. Einmal im Monat treffen sich Kinder und die Senior:innen, mal in der Schule, mal im Wohnstift. „Die Vorfreude bei den Bewohner:innen ist immer sehr groß“, erzählt Marcus Schrödter, Leiter der sozialen Betreuung im Wohnstift. Und die Klassenleiterin Tatjana Höck ergänzt: „Auch bei den Kindern ist das nicht anders, das erzählen uns auch die Eltern.“ Gemeinsam wurde schon gebastelt, gemalt und gesungen – und sie entdeckten die Welt von Geschichten, Märchen und Fabeln. Daraus wurde die Idee geboren, zusammen ein Theaterstück anzuschauen.
Mittendrin statt nur dabei
An diesem Nachmittag war es dann endlich so weit – Räuber Franz, Hexe Zwiebel und Fliege Luzie waren zu Gast im Wohnstift, zum Leben erweckt von den Puppenspielern Jürgen und Sabine Jordan und mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums.
So ließ sich Räuber Franz erst mit lauten „Hauruck!“-Rufen aus Kinder- und Seniorenkehlen vom Baum herunterlocken. Das war allerdings nur der Auftakt zu einer wilden Jagd rund um den Badezuber, in den der Räuber partout nicht einsteigen wollte. Dazu brauchte es eine ganze Reihe an amüsanten Anstrengungen, findigen Listen und korrekten Zaubersprüchen. Aber dank einem motivierten Publikum schaffte es Hexe Zwiebel, was keiner zu hoffen gewagt hatte: Franz saß fast nackt wie der Puppenspieler ihn schuf in der Wanne. Endlich konnten unter Johlen und Quietschen seine Käsefüße geschrubbt werden und mit einem gemeinsamen Lied endete der „sauberhafte“ Nachmittag von Jung und Alt im Wohnstift.



